Trotz alledem – heute so aktuell wie eh und je

Es gibt Texte, die bleiben ewig jung, manchmal ganz erschreckend jung. Unsere angeblich junge Demokratie war es schon vor Jahren wert, durch die folgenden Zeilen beschrieben zu werden :

Auch Richter und Magnifizenz
Samt Polizei und alledem
Sie pfeifen auf die Existenz
Von Freiheit, Recht und alledem

Doch hat der Staat sich nur blamiert
Vor aller Welt, trotz alledem
Und wenn die Presse Lügen schmiert
Das Fernseh’n schweigt, trotz alledem

Trotz Mißtraun, Angst und alledem
Es kommt dazu, trotz alledem
Dass sich die Furcht in Widerstand
Verwandeln wird trotz alledem!

Wie alt diese Zeilen wohl sind?

Für mich lesen sie sich, als wären sie soeben geschrieben worden. Warum? – Weil ich genau die dort beschriebenen Verhältnisse persönlich in der aktuellen Gegenwart ´erleben und verspüren darf´.

Hier noch die Antwort auf die obige Frage:

Der Text stammt aus einer 1977-er Version von Hannes Wader, d.h. dass es bereits vor 40 Jahren mit unserer angeblich rechtsstaatlichen Demokratie genauso mies bestellt war wie heute.

Es gibt jedoch einen kleinen Unterschied: Immer öfter treten die Protagonisten dieses demokratiefeindlichen Handelns in die Öffentlichkeit, werden enttarnt. Die Existenz des Internets und die damit verbundenen Möglichkeiten der Informationsverbreitung ´müssen den Hintermännern ein mächtiges Dorn im Auge sein´.

Wer die aktuelle Entwicklung der Datenfreiheit aufmerksam beobachtet, der stellt leicht fest, dass ´an der Abschaffung dieser Informationsfreiheiten´ bereits intensiv gearbeitet wird – z.B. unter dem Deckmantel der INNEREN SICHERHEIT.

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